Upgrade

FSK 16

Upgrade ist ein Cyberpunk-Action-Horror-Film aus dem Jahr 2018, der von Leigh Whannell geschrieben und inszeniert wurde. Der Film wurde von Jason Blum unter seinem Banner Blumhouse Productions produziert.

 

Kurzinhalt

In einer möglichen nahen, technikfixierten Zukunft meint es das Schicksal nicht gut mit unserem Protagonisten Grey (Logan Marshall-Green). Nach einem verheerenden Autounfall werden er und seine schöne Frau Asha (Melanie Vallejo) auch noch Opfer eines Gewaltverbrechens. Während sie stirbt, bleibt Grey nach einem Schuss in die Wirbelsäule fortan an den Rollstuhl gefesselt. Jeglichen Lebenswillen verloren entschließt er seinem Dasein ein Ende zu setzen. Da erreicht ihn ein außergewöhnliches Angebot.  Eron Keen (Harrison Gilbertson), einer seiner früheren Klienten, ist im Besitz eines revolutionären Computerchips namens STEM, der die Wissenschaft und die Medizin grundlegend verändern könnte. Mit Grey´s Erlaubnis pflanzt Eron ihm den Chip ein, der es ihm ermöglicht, seinen gelähmten Körper wieder vollständig zu bewegen. Doch STEM kann noch mehr und erweist sich als eine Art hyperintelligentes Betriebssystem, das Grey nicht bloß mit Rat und Tat zur Seite steht, sondern auf Wunsch auch vollständig die Kontrolle über seinen Körper übernehmen kann. So will Grey die Mörder seiner Frau überführen und Rache an ihnen nehmen.

Darsteller

Logan Marshall-Green:     Grey Trace
Betty Gabriel:                          Detective Cortez
Harrison Gilbertson:           Eron Keen
Melanie Vallejo:                      Asha Grey

 

Kritik

Als ich letztes Jahr auf den Trailer zum Action-Kracher gestoßen bin, war ich begeistert von der Grundidee und der Optik des Films. Leider wurde der Film in unseren Gefilden nur spärlich im Kino ausgestrahlt, so dass ich der BluRay-Veröffentlichung entgegenfieberte. Umso größer meine Freude, dass sich das Warten wirklich gelohnt hat. Leigh Whannell hat hier sein eigenes Drehbuch verfilmt und konnte somit seiner Geschichte treu bleiben. Diese Überzeugung bekommt man als Zuschauer vermittelt. Dazu tragen die großartigen Darsteller bei, allen voran Logan Marshall-Green. Die Akteure sind dem großen Publikum nicht geläufig, aber das tut dem Film keinen Abbruch. Im Gegenteil. Frische Gesichter beleben die Figuren und lassen sie glaubwürdiger erscheinen. Das Setting des Films ist genial. Die Verschmelzung von Zukunftsutopie und Gegenwart gelingt flüssig und wirkt real und keinesfalls überzeichnet. Selbstfahrende Autos und interaktive Wohnungen, auch heute schon fast Wirklichkeit. Whannell gelingt eine stylische, ansehnliche One-Man-Show. Das geniale an der Inszenierung ist, dass der Hauptprotagonist bei all den Gewaltausbrüchen nur eine Art Passagier in seinem eigenen Körper ist und den blutigen Ereignissen ebenso ungläubig beiwohnt wie der Zuschauer auf dem Sofa. Das verleiht dem Ganzen einen tollen, ironischen (Meta-)Unterton.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Whannell mit seinem Film Kultstatus erreichen wird. Darüber hinaus ist zu bewundern, dass der Regisseur selbst ein Sequel bereits kategorisch ausgeschlossen hat.

Fazit

Mit seinem ultrastylischen Action-Kracher „Upgrade“ gelingt Leigh Whannell ein kleines, brutales Genreglanzstück, das sich mit seiner abgefahrenen Idee einer spektakulären Optik einen Platz im Olymp der Actionfilmgeschichte sichern dürfte.

LG Richie