Summer of ´84

FSK 16

Summer of 84 ist ein US-amerikanisch-kanadischer Horrorfilm aus dem Jahr 2018. Die Regie führte das Trio: François Simard, Anouk Whissel und Yoann-Karl Whissel (RKSS).

Kurzinhalt

Wir befinden uns in der fiktiven Kleinstadt Ipswitch im Sommer von 1984. Eine idyllischer Vorort, in der das Leben scheinbar nichts Spannendes zu bieten hat. Die vier Teenager Davey Armstrong, Tommy Eaton, Dale Woodworth und Curtis Farraday vertreiben sich die Zeit mit typischen Jungskram und haben dabei nur Mädchen im Kopf. Unter anderem spielen sie mit den anderen Jugendlichen nachts ein Fangspiel, welches nach ritualisierten Regeln abläuft.
Aber so friedlich wie die Kleinstadt scheint, ist sie nicht. Ein Serienmörder, der „Cape May Slayer“, welcher sich vor allem an Teenagern vergreift treibt hier sein Unwesen. Bei einem dieser nächtlichen Spiele entdeckt Davey einen der vermissten Jungen im Wohnzimmer seines Nachbarn Wayne Mackey. Sicher ist sich Davey nicht, immerhin ist Mackey ein ortsansässiger Polizist und scheint eine weiße Weste zu haben, aber dennoch schildert er seinen drei Freunden den Verdacht und fortan ermitteln die vier auf eigene Faust Mackey hinterher.
Die Beweise verdichten sich gegen Mackey. Er kauft Unmengen an Erde und besitzt eine verdächtige Garage in der Stadt, in welcher er dubiose Chemikalien hortet. Als die vier bei ihren Ermittlungen erwischt werden, präsentiert Mackey in den Medien den vermeintlichen Killer, den er gefasst hat. Dennoch traut Davey dem Frieden nicht und forscht weiter nach um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, mit fatalen Folgen…

Darsteller

Graham Verchere:         Davey Armstrong

Judah Lewis:                     Tommy „Eats“ Eaton

Caleb Emery:                    Dale „Woody“ Woodworth

Cory Gruter-Andrew:   Curtis Farraday

Tiera Skovbye:                 Nikki Kaszuba

Rich Sommer:                 Wayne Mackey

Kritik

Eines vorweg: Der Film setzt sehr stark auf Retro. Aber das macht er mit Bravour. Das Setting des Films wirkt, als wäre er wirklich 1984 gedreht worden. Querverweise und Popkultur-Referenzen lassen das Nostalgie-Herz höher schlagen. Der typische Synthie-Soundtrack fühlt sich an wie vom Großmeister John Carpenter und trägt auch seinen Teil dazu bei. Natürlich könnte man bemängeln, dass die Charaktere vernachlässigt wurden. Wahrscheinlich sind die Dialoge für einige zu schwach. Aber die Darsteller sind präsent und bringen das rüber was nötig ist. So wie es in den meisten Achtziger-Produktionen eben auch war. Die Geschichte baut sich langsam auf, was einigen missfallen könnte, aber diese Ruhe vor dem Sturm macht den klimatischen Höhepunkt umso effektiver. Wie im Vorgängerfilm „Turbo Kid“ des Regiekollektivs merkt man ihre Liebe zum Detail. Dennoch wünscht an sich, dass die Drei sich von ihrer Retro-Liebe trennen und etwas Zeitgenössisches produzieren. Denn das könnte was werden. Talent ist allemal vorhanden.

Fazit

Stimmiger Horrorfilm, der mit dem Retro-Hammer zuschlägt, aber das mit viel Liebe zum Detail. Wer auf aktuelle Titel wie „Stranger Things“, oder ähnliches steht, sollte hier unbedingt zugreifen.

LG Richie