Replicas

FSK 16

Replicas ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Thriller aus dem Jahre 2018. Der Film wurde auf dem Night Visions International Filmfestival in Finnland uraufgeführt. Die Regie übernahm Jeffrey Nachmanoff.

Kurzinhalt

In naher Zukunft. William Foster und Ed Whittle sind Neurowissenschaftlter und arbeiten für die Biogeny Corporation in Puerto Rico. Zusammen arbeiten sie an einem wegweisenden Projekt, welches versucht den Verstand und Geist eines verstorbenen Menschen in eine künstliche Hülle zu übertragen. Sie scheinen das Unmögliche geschafft zu haben, als sie den Verstand eines toten Soldaten auf ein künstliches Gehirn eines Androiden übertragen konnten. Als dieser sich nicht im künstlichen Körper erkennen kann erleidet er einen Schock und zerstört die Einrichtung und sich selbst. Das Projekt droht stillgelegt zu werden. Um sich auf andere Gedanken zu bringen, schlägt Ed seinem Freund William einen Bootsausflug vor, zu dem er seine Frau und die gemeinsamen drei Kinder, Sophie, Matt und Zoe, mitnehmen soll. Auf dem Weg dorthin gerät die Familie in einem Verkehrsunfall, bei seine Frau und die Kinder ums Leben kommen. Unter Schock und fest entschlossen, die erinnerungen seiner Familie zu retten, bittet er Ed zu Hilfe. Da Ed auf dem Gebiet der Klontechnologie schon einige Erfolge vorweisen kann, bittet ihn William darum Klone seiner Familie anzufertigen, in die er die gesicherten Erinnerungen implantieren kann. Widerwillig stimmt Ed ihm zu, mit der schrecklichen Nachricht, dass er nur Brutkammern für drei Klone hat. William steht vor einer verheerenden Entscheidung. Wen soll er nicht klonen und dessen Erinnerung löschen? Und werden die Klone sich an etwas erinnern?

Darsteller

Keanu Reeves:                 William Foster
Alice Eve:                            Mona Foster
Thomas Middleditch:    Ed Whittle
Emjay Anthony:              Matt Foster
Emily Alyn Lind:             Sophie Foster
Aria Leabu:                        Zoe Foster
John Ortiz:                         Jones

Kritik

Was als vielversprechende Story beginnt, leidet leider an der 107-minütigen Laufzeit und den Logiklöchern des Drehbuchs. Die tragische Geschichte um den Verlust der gesamten Familie, scheint in dieser Konstellation viel zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Außerdem schafft es Keanu Reeves leider nicht den trauernden Vater authentisch zu verkörpern. Eigentlich keine Überraschung, wenn man Filme von ihm kennt. Zu alledem Besitz Regisseur Nachmanoff auch nicht das Resume, um eine solche Geschichte dramaturgisch korrekt umzusetzen. Er legt viel zu sehr Wert auf die technische Möglichkeit und nicht auf die ethische Frage, ob das Klonen nicht gegen Naturgesetze verstößt. Thomas Middleditch versucht Humor in seine Rolle zu bringen, sei es auch nur unfreiwillig, aber in einem Film mit solch einem düsteren Grundton völlig fehl am Platz. Nicht einmal Alice Eve kann als Augenschmaus dienen, dafür schenkt der Film ihr zu wenig Screentime und ihr blasser Charakter schmiegt sich nahtlos an die Anderen. Man hätte viel mehr aus der Geschichte machen können, wenn die richtigen Macher am Werk gewesen wären.

Fazit

Uninspirierte Sci-Fi-Kost, die die interessante Story verschenkt und damit leider zu Recht erfolglos blieb. Lediglich für Reeves oder Eve Fans zu empfehlen.

LG Richie