My Name is Earl

FSK 16

My Name Is Earl ist eine US-amerikanische Comedy-Serie über einen Kleinkriminellen, der nach einem Unfall an das Karma zu glauben beginnt und im Verlauf der Serie all seine schlechten Taten rückgängig zu machen versucht. Die Serie wurde von Greg García geschrieben und von 20th Century Fox produziert. Die Serie war vom 20. September 2005 bis zum 14. Mai 2009 auf NBC zu sehen.

Kurzinhalt

Der Kleinkriminelle Earl Hickey gewinnt mit einem Rubbellos 100.000 Dollar. Jedoch verliert er dieses Los, als er von einem Auto angefahren wird. Während er im Krankenhaus unter Morphineinfluss den Late-Night-Talker Carson Daly im Fernsehen über Karma reden hört kommt ihm die Erleuchtung. Er entscheidet sich, sein Leben radikal zu ändern und schreibt eine Liste mit allen schlechten Dingen, die er in seinem Leben getan hat und will sie wiedergutmachen. Als er Müll aufsammelt um den ersten Punkt der Liste abzuhaken, fliegt ihm sein Rubbellos auf den Schuh. Dies überzeugt ihn gänzlich vom Konzept des Karmas und das gewonnene Geld hilft ihm dabei, nach und nach jeden Punkt auf seiner Liste abzuhaken.
Die folgenden Episoden behandeln meist das Abhaken eines oder mehrerer Punkte auf Earls Liste und die Komplikationen, die sich dabei ergeben. Sie bauen mit Ausnahme einiger Handlungsstränge, die Earls Ex-Frau Joy und ihre Familie betreffen (Strafprozess, Schwangerschaft, Zeugenschutzprogramm), inhaltlich kaum aufeinander auf. Zu erwähnen ist jedoch, dass Personen bei denen er etwas wieder gut gemacht hat in späteren Episoden als Freunde auftauchen und ihn teilweise tatkräftig bei späteren Wiedergutmachungen unterstützen.

Darsteller

Jason Lee:                          Earl J. Hickey
Ethan Suplee:                   Randy Hickey
Jaime Pressly:                   Joy Turner
Nadine Velazquez:         Catalina Aruca
Eddie Steeples:                Darnell „Crabman“ Turner

Kritik

Die Serie wurde vom Publikum und Kritikern gleichermaßen positiv aufgenommen und für mehrere Preise nominiert und auch ausgezeichnet. Darunter bei den Emmy Awards und den British Academy Television Awards. Ich kann mich diesen Rezessionen nur anschließen. Die Serie überzeugt mit ihrem heiteren erzähl-Ton und den überaus liebenswerten Charakteren. Die Tatsache, dass Earl´s Ehrlichkeit daraus resultiert, das er sein Leben in Dummheit gelebt hat, macht ihn für den Zuschauer sympathisch und schenkt dem Charakter eine Tiefe, die über das hinausgeht was man zunächst sieht. Auch wenn es hauptsächlich um Earl und seine Liste geht, lebt die Serie auch von der Dynamik der Nebenfiguren. Man könnte sagen es ist eine Ensemble-Serie und die Chemie der Darsteller überträgt sich positiv auf die Figuren. Der Großteil der Episoden ist in sich abgeschlossen und man fühlt sich, auch wenn es komisch klingt, nach jeder Folge ein weinig wohler in seiner Haut. Ich war teilweise sogar drauf und dran selbst eine Liste anzufertigen, um mein Karma-Konto wieder aufzufüllen. Leider wurde die Serie nach der vierten Staffel nicht weiter produziert und somit konnten wir nie erfahren wie es mit Earl´s Liste weitergeht. Allerdings habe ich unter dem Artikel ein Statement von Greg Garcia, welches allerdings als SPOILER-WARNUNG getitelt wird. Aber wer wissen möchte wie die Geschichte ausgegangen wäre, ist eingeladen es durchzulesen.

Fazit

Inspirierende und warmherzige Serie, über einen ganz normalen Kerl, der versucht sein Leben in geregelte Bahnen zu bringen. Mit Witz und Charme eine der besseren Serien der letzten Zeit.

Mein Name ist Richie

*****SPOILER-WARNUNG*****

Greg Garcia stand enttäuschten Fans, die auf der Suche nach dem vorgesehenen Ende der Handlung waren, auf Reddit Rede und Antwort. So war es von ihm geplant, dass Earl seine Liste nie wirklich vollenden würde. Während er zunehmend an einem unlösbaren Punkt seiner Liste verzweifelt, trifft er auf jemand anderen mit einer eigenen Liste, der bei Earl selbst etwas gut zu machen hatte. Als er nach dem Auslöser für dessen Idee zu dieser Liste fragt, erzählt ihm dieser, dass er selbst auf jemandes Liste stand. Als Earl der Spur weiter nachgeht, landet er am Ende bei jemandem, den er (Earl) auf seiner Liste hatte. So wird ihm klar, dass seine Aktion mit der Liste eine Kettenreaktion in Gang gesetzt hat und immer mehr Leute mit einer eigenen Liste herumlaufen. So realisiert er, dass er endlich mehr Gutes als Schlechtes in die Welt gebracht hat, schließt mit seiner Liste ab und ist frei, sein Leben zu leben.

Ist das kein warmherziger Abschluss?

LG Richie