Jumanji : Willkommen im Dschungel

FSK 12

Jumanji: Willkommen im Dschungel (Originaltitel: Jumanji: Welcome to the Jungle) ist ein Fantasy-Abenteuer-Film von Jake Kasdan, der am 20. Dezember 2017 in die US-amerikanischen und einen Tag später in die deutschen Kinos kam. Es handelt sich um eine indirekte, in einer anderen Welt spielende Fortsetzung von Jumanji aus dem Jahr 1995. Anders als im Vorgängerfilm ist es in Jumanji: Willkommen im Dschungel kein altes Brettspiel, das die Spieler in eine abenteuerliche Welt hineinzieht, sondern ein Videospiel, und die Handlung findet überwiegend im Jumanji-Dschungel statt.

Kurzinhalt

Wir befinden uns an dem Strand, an dem das Spiel im Vorgänger angespült worden war. Das Spiel gelangt irgendwie in das Zimmer von Spielkonsolenfreak Alex Vreeke. Da dieser nichts von Brettspielen hält, verwandelt es sich über Nacht in eine Game-Cartridge für seine Konsole. Beim spielen erscheint ein grüner Lichtschein, der ihn in das Spiel saugt.

20 Jahre später. Vier unterschiedliche Teenager werden zum gemeinsamen Nachsitzen verdonnert. Spencer ein Nerd, Fridge ein Footballspieler, Martha ein Mauerblümchen und die selbstverliebte Bethany. Dabei entdecken sie das Spiel und nach Auswahl des Avatars werden auch sie in das Spiel gezogen.
Die vier Teenager finden sich in einem Dschungel in den Körpern ihrer ausgewählten Spielfiguren wieder und haben alle ein Tattoo aus drei Streifen auf ihrem linken Unterarm. Die Streifen repräsentieren ihre Leben, die zur Verfügung stehen. Spencer´s Avatar im Spiel ist Dr. Smolder Bravestone, ein muskelbepackter Abenteurer ohne Schwächen, aus Fridge ist der nur etwa halb so große Franklin „Mouse“ Finbar geworden, im Spiel der Rucksackträger von Bravestone und Zoologe, dessen Schwächen unteranderem Kuchen sind. Martha findet sich im Körper der leichtbekleideten Kämpferin Ruby Roundhouse wieder, und Bethany bemerkt, dass „Shelly“, die Figur, die sie auswählte, in Wirklichkeit ein kleiner, untersetzter Mann mit dem Namen Professor Sheldon Oberon ist. Zusammen müssen sich die Vier den Gefahren und Leveln des Spiels stellen und versuchen endlich wieder in die reale Welt zu entfliehen.

Darsteller

Dwayne Johnson:            Dr. Smolder Bravestone (Spencers Avatar)
Jack Black:                          Prof. Shelly Oberon (Bethanys Avatar)
Kevin Hart:                         Mouse Finbar (Fridges Avatar)
Karen Gillan:                      Ruby Roundhouse (Marthas Avatar)
Nick Jonas:                         Jefferson „Seaplane“ McDonough (Alexs Avatar)
Bobby Cannavale:            Russel Van Pelt
Alex Wolff:                         Spencer
Madison Iseman:             Bethany Walker
Ser’Darius Blain:               Anthony „Fridge“ Johnson
Morgan Turner:                Martha
Missi Pyle:                          Coach Webb
Rhys Darby:                        Nigel Billingsley
Colin Hanks:                       Alex Vreeke
Marin Hinkle:                    Spencers Mutter

Kritik

Regisseur Kasdan ist mit diesem Film etwas gelungen, das vielen Produktionen nicht gelingt Natürlich spielt der Film im Jumanji-Universum. Dabei ist er aber weder Remake noch Reboot. Es ist einfach ein neues Kapitel im Erzählstrang, der sich mit kleinen Anspielungen gegenüber dem Vorgänger mit Robin Williams verneigt. Sei es nun der Strand, der an das Ende anspielt, oder eine kleine Hütte im Urwald, in die Alan Parrish seinen Namen geritzt hat. Der Geist des „Originals“ ist allgegenwärtig. Neben dieser Huldigung spielt Kasdan auch mit den Themen Toleranz und Teamgeist. Die vier Teenager müssen sich als ihre Avatare aus ihrer Wohlfühlzone trauen, gegen die Klischees ankämpfen und gemeinsam arbeiten. Es ist witzig anzusehen, wie Dwayne Johnson sich als weinerlicher, ängstlicher Teenager verhält, der seine Muskeln bewundert. Die Akteure fangen die Persönlichkeit der Teenager ein und porträtieren diese souverän. Auch die Story und Technik wissen zu überzeugen. CGI-Effekte sind nicht zum Overkill gesetzt und sehen großartig aus.

Fazit

Gelungene „Fortsetzung“, die jung und alt überzeugen kann. Mit treffsicheren Gags und einer Prise Nostalgie der perfekte Familienfilm.

LG Richie